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Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Die Justizvollzugsanstalt beherbergt heute - als Teil der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten – eine Gedenkstätte, die an das dunkelste Kapitel in ihrer Geschichte erinnert.

Zwischen Oktober 1937 und März 1945 wurden über 700 Menschen von der NS-Justiz zum Tode verurteilt und mit der Guillotine oder dem Strang im Strafgefängnis Wolfenbüttel hingerichtet. Die Opfer waren unter anderem deutsche Zivilisten, die im Widerspruch zum Regime des Nationalsozialismus standen, Wehrmachtsangehörige, ausländische Zwangsarbeiter, Straf- und Kriegsgefangene sowie über 70 Männer und Frauen aus dem westeuropäischen Widerstand, Sinti, Roma und Juden.

Von Juni 1945 bis Juli 1947 wurden im Auftrag der englischen Militärregierung 67 Todesurteile verhängt gegen Deutsche und Ausländer wegen Kriegsverbrechen beziehungsweise Verstößen gegen die Anordnung der Alliierten Militärregierung und in der Justizvollzugsanstalt vollstreckt.

Im Auftrag des Niedersächsischen Justizministeriums wurde in den Räumen der ehemaligen Richtstätte - vormals eine Schlosserei - eine Dokumentations- und Gedenkstätte für die Opfer der NS-Justiz eingerichtet und mit einer Dauerausstellung zur „NS-Justiz und Todesstrafe“ eröffnet.

Heute gehört die Gedenkstätte zur selbstständigen „Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten“ und damit nicht mehr zur Justizvollzugsanstalt. Durch Modernisierung und Erweiterung der Ausstellung sowie durch Errichtung eines neuen Ausstellungs- und Dokumentationsgebäudes auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt ist die Gedenkstätte bestrebt, die Unrechtstaten der NS-Justiz nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Nähere Informationen zur Stiftung niedersächsische Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel sowie zu Öffnungszeiten und Besuchsregularien finden Sie hier: http://wolfenbuettel.stiftung-ng.de/

Gedenkstätte
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